Natur- und Vogelschutzverein Wehntal

Herbstwanderung „Entlang von Hecken“

Die letzte Exkursion in diesem Jahr fand am Sonntag, 24. September 2017, bei fantastischem Herbstwetter bei uns im Wehntal statt.

15 motivierte Teilnehmer (darunter 2 Gäste vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg) nahmen an dieser leichten Wanderung teil.

20170924_HeckenexkursionZu Beginn wurde eine vor ca. 5 Jahren gepflanzte, junge Hecke, angrenzend an einen Obstgarten unter die Lupe genommen. Gepflanzt wurde die Hecke als Windschutz und unser Exkursionsleiter Stefan Keller, vom Natur- und Vogelschutzverein Wädenswil, nannte es ein Musterbeispiel. Dies, weil es sich um eine sehr artenreiche Hecke mit Dorngehölzen handelt, Lücken aufweist, als Vernetzung dient und links und rechts der Hecke ein Krautsaum in unterschiedlicher Wuchshöhe ausgewiesen wird. Dieser ist besonders wichtig für Insekten, die in den abgestorbenen Pflanzenteilen ihr Winterquartier finden.

 

Weiter ging es dann Richtung Veloweg und der Surb entlang. Dort erwarteten uns sehr dichte, ältere Hecken, die voller Früchte waren. Auch wenn einiges wie z.B. die Schwarzdornbeeren „amächelig“ aussah, lernten wir, dass diese erst nach dem ersten Frost so richtig geniessbar sind. Interessant waren auch die Ausführungen von Stefan, wie die Vögel den Reifegrad der Beeren erkennen.    

Während der Exkursion kamen auch die Ornithologen nicht zu kurz und wir konnten einige Vögel beobachten wie Eichelhäher, Buntspechte (Männchen und Weibchen), Elster, Star, Mönchsgrasmücke, Distelfink, Grünfink, Rotkehlchen, Mäusebussard, Turmfalke, um einige zu nennen.

20170924_Steinhaufen entlang von SurbAuch Kleinraubtiere wie Mauswiesel, Hermelin und Iltis erklärte uns Stefan näher. Aufgrund der vorhandenen Strukturen (Steinhaufen, Hecken, Wiesen, Bach) könnte es durchaus sein, dass der Iltis, der sich hauptsächlich von Fröschen ernährt, an der Surb beheimatet ist.

Ein weiterer Punkt den Stefan ansprach, war die Pflege der Hecken. Aus Zeitersparnis- und Kostengründen kann diese maschinell erfolgen, wie wir anhand eines Schnittbeispiels sehen konnten, oder es wurden gezielt und punktuell schnell wachsende Bäume und Sträucher entfernt. Als Anschauungsbeispiel diente dazu die Hecke beim Schützenhaus Oberweningen. In diesem Gebiet wurden vor 1 Jahr auch Totholz-Haufen durch die Jugendgruppe angelegt, als Versteck für Wiesel und andere Tiere.

Nach so vielen spannenden Eindrücken ging die ganze Gruppe weiter Richtung Rain-Hütte, um sich dort zu stärken.

20170924_Abschluss Heckenexkursion in der Rainhüttea1

24.9.17 Evelyne Güntlisberger

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