GV vom 27.März ist abgesagt
Natur- und Vogelschutzverein Wehntal

100xZüriNatur,wir sind mit dabei

NVSW an der Kampagne 100xZüriNatur des ZVS/ BirdLife Zürich beteiligen. Ziel der Kampagne ist es, in den Jahren 2010 bis 2015zusammen mit seinen Sektionen im ganzen Kanton, mindestens 100 Arten- und Lebensraumförderungsprojekte zu realisieren.

In Niederweningen haben Mehlschwalben neue zweistöckige «Terrassenwohnungen» erhalten. In luftiger Höhe wurden die Nisthilfen am Trafohäuschen an einer vorgefertigten Holzunterkonstruktion montiert. Da die Mehlschwalben sehr anspruchsvolle Mieter sind, wurden zwei verschiedene Arten von Nisthilfen aufgehängt.  Auf der Rückseite des Trafohäuschens konnten wir für die einzigen fliegenden Säugetiere einen neuen Tagesschlafplatz anbringen. Die Holzkästen haben verschieden grosse Öffnungen und Spalten, damit den Fledermäusen möglichst viele Möglichkeiten geboten werden, den idealen Schlafplatz zu finden. In diesem Frühling und Sommer wurden beide Behausungen noch nicht benützt, wir sind gespannt auf das nächste Jahr.

 

Bereits im April konnte neben der Schürffläche, die im Rahmen des Artförderungsprogramms für den Gartenrotschwanz angelegt wurde, ein bereits bestehender Weiher auf die doppelte Grösse ausgebaggert werden. Um den Weiher wurden Strukturen aus Eichenstämmen und Steinen gebaut, die dem Glögglifrosch (Geburtshelferkröte) einen warmen, feuchten Unterschlupf bieten. In diesen können die auf dem Rücken getragenen Eier bis zur Ablaichung im Weiher reifen. Ein Kiesstreifen verbindet den Weiher mit der Schürffläche und bildet ein top Biotop für diese seltene Kröte. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten, bereits Ende Mai konnte man das Rufen aus einem fünf Meter entfernten Steinhaufen hören.

 

Das grösste und arbeitsintensivste Projekt wurde mit Hilfe der Armee in Niederweningen realisiert. Im Förenbuck, unterhalb des Schwimmbads, wurde der Wald abgeholzt und zwei Weiher ausgebaggert. Nicht gerade ein leichtes Unterfangen in diesem sumpfigen Gebiet. Die Armee brauchte zwei Anläufe, bis die Weiher genügend gross waren. Am Arbeitstag vom 26. März wurden die groben Spuren der Bagger ausgebessert, Zäune aufgestellt, ein Pfad zu den Weihern aus dem Wald herausgeschnitten und mit Holzschnitzeln ausgelegt. Die Aussichtsplattform, die Jules Stutz zusammengezimmert hatte, wurde auf einer Erhöhung platziert und bietet einen tollen Ausblick auf den grossen Weiher. Ein zweiter Einsatz war nötig, um dieses neu geschaffene Biotop noch mit kleineren Strukturen aufzuwerten. Stein- und Asthaufen sollen den Amphibien und Reptilien Unterschlupfmöglichkeiten bieten. Auch hier wurde mit Eichenstämmen eine Struktur in den losen Sand gebaut, in der Hoffnung, der Glögglifrosch besiedelt auch diesen Weiher. Aus diesem Grund werden wir versuchen, einen Teil der Sandoberfläche offen zu halten. Die Dachse die oberhalb ihren Bau haben, werden uns wohl bei diesem Vorhaben unterstützen.

Rolf Wiedmer , Obmann

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